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Frau D., Multiple Sklerose – Schub

Frau D. hat seit 17 Jahren Multiple Sklerose. Sie kam 2004 mit einer progredienten Verschlechterung in Behandlung. Damals hatte sie eine Schwäche der ganzen linken Seite, einen Tremor der Finger, eine Pelzigkeit beider Hände, Parästhesien und Nervenschmerzen an verschiedenen Körperstellen. Alle Beschwerden verschwanden durch die homöo­pathische Behandlung innerhalb von 6 Monaten, die Hauptmittel waren Silicia, Natrium muriaticum und Pulsatilla.

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2 ½ Jahre später, am 25.02.2007, hat Frau D. zum ersten Mal wieder einen schweren MS-Schub. Die Vorgeschichte war, dass sie Schmerzen in der rechten Schulter bekam und einen Orthopäden aufsuchte, der ihre Schmerzen mit einer Stoßwellen­behandlung behandelte. Die Stoßwellen­behandlung besserte zwar ihre Schulterschmerzen, aber zwei Wochen später bekam sie einen MS-Schub. Dabei hat sie folgende Symptome: Frau D. fühlt sich nervös, innerlich aufgewühlt, als wenn man Kaffee trinkt. Sie hat eine große Müdigkeit und konfuse Gedanken. Schwindel und Übelkeit, besonders morgens nach dem Aufstehen. Sie sagt: „Die MS ist wieder da.“ Sie sagt mir, sie spürt richtig, wie die MS in ihrem Körper arbeitet: Sie hat Stiche an verschiedenen Körperstellen – am Rücken, den Armen und in Richtung Kopf, schlimmer bei Wetterwechsel. Die Stiche gehen von außen nach innen. Am rechten Oberarm hat sie stechend-beißende, manchmal brennende Schmerzen, die in den Unterarm ausstrahlen. Sie schildert mir ihre Empfindungen ganz spontan. Sie hat brennende Schmerzen um den Rippenbogen, ein Pulsieren in den Schläfen, und ein Kribbeln und Ameisenlaufen in Kopf, Händen und Beinen. Alle ihre Symptome verschlimmern sich bei körperlicher Anstrengung und beruhigen sich in Ruhe. Sie sind morgens schlimmer, abends fühlt sie sich besser. Außerdem ist ihre Nase verstopft, der Schnupfen ist gelb und zäh.

Fallanalyse

Die Fallanalyse scheint auf den ersten Blick schwierig zu sein. Frau D. hat zwar intensive Mißempfindungen wie die Stiche und das Brennen. Aber diese Empfindungen hat sie an verschiedenen Körperstellen. Sie lassen sich nicht genau lokalisieren. Die Mittelwahl wird unsicher, wenn diese Empfindungen nur bei den betreffenden Orten wie Oberarm und Rücken repertorisiert werden.

Und ihre Modalitäten, die Verschlimmerung morgens und Besserung durch Ruhe, hat sie bei mehreren Symptomen. Dies alles ist ein Nachteil für die Arbeit mit dem Kent oder einem der gängigen Computerprogramme. Aber es ist ein großer Vorteil für die Methode nach Bönninghausen. Das Therapeutische Taschenbuch (TB) eignet sich immer dann, wenn ein Patient eindeutige Modalitäten, Empfindungen und Allgemein­symptome hat. Besonders, wenn sich die Empfindungen oder Modalitäten auf mehrere Körperbereiche beziehen! Dann arbeite ich mit dem TB und nicht mit dem Repertorium von Kent.

Im Repertorium von Kent und seinen Nachfolgern werden die vollständigen Symptome der Materia medica ins Repertorium eingearbeitet. Das Symptom bleibt erhalten. Ein Beispiel: „Stechender Schmerz im Oberarm < durch Bewegung steht im Kent unter „Extremities – pain – stitching – upper arm – motion agg.“ Im TB dagegen sind die Prüfungssymptome in ihre einzelnen Elemente zerlegt. Sie stehen sortiert nach Orten, Empfindungen und Modalitäten.

Der stechende Schmerz im Oberarm, der sich durch Bewegung verschlimmert, steht im TB in drei Rubriken:

Stechen – Oberarm – < Bewegung

Eine Empfindung wie „Stechen“ müssen Sie nicht jedesmal an verschiedenen Orten suchen, sie stehen in einer Rubrik. Durch diesen Aufbau hat das TB weniger Rubriken als der Kent. Es hat überwiegend große Rubriken, weil alle Mittel, in deren Prüfung ein Symptomenbestandteil auftrat, in einer Rubrik zusammen­geführt werden. So stehen alle Mittel, in deren Prüfung ein Stechen auftrat, unter der Rubrik „Stechen“.

Repertorisation

Wenn ich nun mit dem TB repertorisiere, kombiniere ich die einzelnen Elemente der Patienten-Symptome. Ich nehme nicht die ganzen Symptome. Ich zerlege die Symptome des Kranken in ihre einzelnen Elemente. Und diese Elemente repertorisiere ich.

Diese Repertorisation wird „Kombinationsmethode“ genannt. Kombinations­methode bedeutet: Die Elemente, aus denen das Symptom zusammengesetzt ist, werden miteinander kombiniert.

Auf Frau D. angewendet bedeutet dies: Ich nehme alle charakteristischen Symptomelemente ihres MS-Schubes in die Repertorisation,

Ihre Empfindungen:

Stechen, von außen nach innen, an verschiedenen Stellen

< Wetterwechsel

Stechen-Beißen: re. Oberarm

Brennen: Oberarm, Rippenbogen

Pulsieren: Schläfen

Kribbeln: Kopf, Hände, Beine

< Anstrengung, > Ruhe, > abends, < morgens

die Modaliäten:

Stechen, von außen nach innen, an verschiedenen Stellen

< Wetterwechsel

Stechen-Beißen: re. Oberarm

Brennen: Oberarm, Rippenbogen

Pulsieren: Schläfen

Kribbeln: Kopf, Hände, Beine

< Anstrengung, > Ruhe, > abends, < morgens

und die Begleitssymptome:

nervös, innerlich aufgewühlt

Gedankenandrang

Müdigkeit

Schwindel, Übelkeit < morgens

Nase verstopft, gelbe Absonderung

Phosphorus steht klar an erster Stelle. Es hat alle Symptome außer dem beißendem Schmerz im charakteristischen 3. oder 4. Grad. Ich vergleiche Frau D´s Symptome mit den originalen Arzneimittelprüfungen (Materia medica) und finde das Mittel bestätigt.

Das bedeutet: Nach der Repertorisation mit dem TB und dem Materia medica-Vergleich  gebe ich Frau D. mit großer Sicherheit ihr passendes Heilmittel. Ich weiß im Voraus, dass Phosphorus mit größter Wahrscheinlichkeit heilen wird. Das ist es, was Hahnemann im §3 Organon Heilungsgewißheit nennt.

Mittelgabe

Ich gebe Frau D. Phos. C200. Am ersten Tag bekommt sie es pur, am zweiten Tag löst sie 1 Glob. in 6 EL Wasser auf, davon nimmt sie 1 EL. Am dritten Tag nimmt sie noch einen EL der Lösung. Den Rest soll sie wegschütten. Die Dosierung erst pur, dann aufgelöst, habe ich oft sehr erfolgreich angewandt.

Verlauf

Alle Symptome beruhigen sich innerhalb weniger Tage und sind nach 10 Tagen ganz verschwunden. Auch die Nervosität, der Schwindel und die Müdigkeit sind weg. Verglichen mit ihren Schüben, die sie vor der homöopathischen Behandlung hatte und die mit Cortison behandelt wurden, ist die Heilung schnell und vollständig. Frau D. ist vollkommen enthusiastisch und bedankt sich überschwänglich.


Frau Schmieder, 81 Jahre: Wiederkehrendes Nasenbluten

Am 10. Mai 2013 kommt die 81-jährige Frau Schmieder wegen gehäuftem Nasenbluten in meine Behandlung. Sie hat eine angeborene Gerinnungsstörung und neigte schon immer sporadisch zu Blutungen. Außerdem hat Frau S. eine chronische Hepatitis C mit erhöhten Leberwerten und eine leichte Verminderung der weißen und roten Blutkörperchen. In den letzten 5,6 Monaten hatte sie in regelmäßigen Abständen Nasenbluten.  mehr>

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Manchmal blutete die Nase nach 2 Wochen wieder, und wenn sie meinte, das Bluten habe aufgehört, bekam sie schon wieder Nasenbluten. Die Blutungen hielten nicht lange an und kamen nach 10 bis 15 Minuten wieder zum Stillstand. Aber seit Ende April 2013 tritt das Nasenbluten fast täglich auf und dauert manchmal über eine halbe Stunde lang. Die Blutung ist stark und hellrot. Meistens blutet es aus dem rechten Nasenloch. Wenn das Blut nach einer Weile geronnen ist, kann es auch etwas klumpig aussehen. Nach der Blutung fühlt sich die Nase wie voll und „versteckt“ an; sie hat das Gehühl, man müßte mal richtig schneuzen. Es bilden sich viele blutige Krusten oder Borken in der Nase mit dem Gefühl, die Nase ist voll mit diesen Krusten und nichts geht mehr durch. Sie würde dann gerne die Nase erstmal richtig ausschneuzen, doch beim geringsten Versuch zu Schneuzen fängt sie wieder an zu bluten. Das stört sie sehr. Stattdessen wartet sie, bis sich die Krusten von selbst lösen. Sobald sie sich lösen, kommt gleich wieder Blut. Auch ganz leichtes Niesen reicht aus, dass die Nase wieder anfängt zu bluten.

Mittelgabe und Verlauf

Ich gebe Frau S. zwei Globuli Ferrum metallicum* C200.

Den entscheidenden Hinweis auf das Mittel gibt die Rubrik: Nasenbluten, geronnen, Nase dauernd voll von Blut: Ferr. (Kent III S. 151)

Ein Vergleich mit der homöopathischen Materia medica zeigt, dass Ferrum die Symptome der Patientin sehr gut beschreibt:

„Nasenbluten vorzüglich aus einem Nasenloch. …Nasenbluten bei anämischen Patienten … Ständige Anhäufung von Blutkrusten in der Nase. Krusten kommen aus der Nase oder werden alle paar Wochen ausgehustet.“

Quelle: J.H. Clarke, Der Neue Clarke, Übers. P. Vint, Bielefeld: Silvia Stefanovic, 1990,

1918-1919.

Nach der Mittelgabe tritt kein einziges Mal mehr Nasenbluten auf! Drei Tage nach der Gabe sind kaum noch Krusten in der Nase, sie haben sich von selbst gelöst. Die Krusten, die sich jetzt ablösen, sind nicht mehr blutig. Am dritten Tag sondert sich vertrocknetes, nicht-blutiges Sekret aus der Nase ab. Auch das Allgemeinbefinden ist besser.


Frau Mai, 37 Jahre: Herzrhythmusstörung

 Frau Mai wacht am 29. April 2007 morgens mit einem riesigen Schrecken auf. Beim Frühstück bemerkt sie, dass ihr Herz stolpert und Extraschläge macht – bis zu diesem Zeitpunkt war sie vollkommen gesund gewesen. Sobald sie sich hinlegt, wird ihr übel.

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Frau Mai wird ins Krankenhaus eingewiesen. Im EKG hat sie alle 10 Sekunden sog. supra­ventrikuläre Extrasystolen, z. T. Salven. Außerdem ventrikuläre Extrasystolen, Tachykardien, Bradykardien und Arrhythmien.

Sie hat außerdem immer wieder das Gefühl, als baut sich innerlich ein wellenartiger Druck auf, der langsam vom Bauch bis in den Kopf aufsteigt, und dann vom Herzen aus wieder nach unten hin verschwindet. Liegen verschlechtert. Sie fühlt sich innerlich unruhig und hat das Gefühl, sie müsse herumgehen. Häufig Schwindel. Beim Aufstehen wird ihr schwarz vor den Augen. Der Schwindel bessert sich beim Gehen.

Am 8. Juni kommt sie in meine Behandlung. Sie hat mehrmals täglich ein Stechen im Herz. Außer dem Stechen beschreibt sie ein „sich Winden im Herzbereich, wie wenn sich da innen etwas schlängelt“ oder „hindurch­windet“. Im Anschluss daran spürt sie eine Unruhe im Herzbereich, und einen Druck, der von unten hochsteigt.

Seit die Herzrhythmusstörungen angefangen haben, kam ihre Menstruation zweimal zu früh – sie war bisher regelmäßig alle 4 Wochen. Sie fühlt sich müde und abge­schlagen. Jede körperliche Anstrengung ist ihr zuviel. Kein Appetit. Immer wieder Übelkeit. Sie hat seit etwa 1 ½ Jahren einen unerholsamen Schlaf.

Fallanalyse:  Ich beziehe ich alle charakteristischen Symptome seit Krankheitsbeginn in die Arzneiwahl mit ein: Das Herz als betroffenes Organ, den wellenartigen Schmerz, die Empfindung eines Windens, die > durch Bewegung, die < im Liegen, den stechenden Schmerz, die zu frühe Menstruation und den Schreck als möglichen Auslöser. Bei der Auswertung steht Platinum* weit vorne. In der Materia medica (Verzeichnis der homöopathischen Arzneimittelprüfungen) steht bei Platinum:

Atembeklemmung mit warmem Aufsteigen, von der Herzgrube bis in das Halsgrübchen.

Klammschmerz in der linken [Brust]Seite, schwach steigend und ebenso abnehmend.

Stiche, erschreckende, in der linken Seite.

Ausführliche Arzneimittellehre von G.H.G. Jahr, Seite 379

Verlauf

Ich gebe Frau Mai Platinum* XM 2 Globuli abends vor dem Schlafengehen. Die Herzbe­schwerden und das wellenartige Druckgefühl sind nach 14 Tagen deutlich besser, nach 4 Wochen hat Frau Mai keinerlei Beschwerden mehr. Die Rhythmusstörungen und Schmerz­empfindungen sind verschwunden, ebenso die Müdigkeit. Der seit einem Jahr gestörte Schlaf ist wieder erholsam.


35-jährige Frau: Seitenstrang-Angina

Eine 35-jährige Frau ruft mich im Ärztlichen Notdienst am 10.4.94 wegen Halsschmerzen und Fieber seit dem Vortag.

Mein Untersuchungsbefund: Die Seitenstränge sind stark entzündlich gerötet und beidseits deutlich geschwollen.

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Es finden sich multiple kleinere, teils konfluierende Eiterherde. Auch die Uvula ist geschwollen und gerötet. Temperatur axillär 39 C. RR 90/60. Der übrige körperliche Untersuchungsbefund ist unauffällig. Die Patientin verhält sich ruhig und überlegt. Sie wirkt empfindsam, etwas schüchtern und ist von kleiner Statur. Sie habe schon in der Kindheit unter häufigen Mandelentzündungen gelitten, die Mandeln seien dann 1981 entfernt worden. Danach habe sie 2-3 Jahre Ruhe gehabt, im weiteren Verlauf sei 1-2 mal pro Jahr eine Seitenstrangangina aufgetreten. Diese Anginen seien seit ungefähr 2 Jahren wohl häufiger, jedenfalls habe sie alle 6-8 Wochen Halsschmerzen mit starken Schluckbeschwerden, ohne dass sie deswegen zum Arzt gehe. Diesmal sei es besonders schlimm, sie fühle sich müde, abgeschlagen, schwitze stark. Außerdem habe sie sonst nur leicht erhöhte Temperaturen um 38 °C gehabt.

Auf genaueres Befragen berichtet sie, dass das Trinken eines kalten Getränkes ihr gut getan habe. Sie würde auch eher einen kalten als einen warmen Halsumschlag wählen. Es bestehe ein Kloßgefühl im Hals, der sich auch „schleimig“ anfühlt und beim Schlucken „wie von einem Reibeisen“ schmerzt. Nein, ein „Stechen“ sei es nicht so ganz, eher wie ein Reibeisen. Trocken sei der Hals nicht, aber als wäre er „von innen beengt“. Auch habe sie ein Engegefühl über dem Kopf, als sei eine „Haube übergestülpt“ und Druck auf beiden Ohren. Durst habe sie nie viel, aber im Moment sei das besonders ausgeprägt.

Auf die Frage, ob sie in der letzten Zeit noch andere Beschwerden gehabt habe, berichtet sie, dass sie seit 5 Wochen häufig ein Gefühlt von „Sand in den Augen“ habe. Sie streiche sich dann über die Lider, die aber daraufhin stark anschwellen und jucken würden. Die Augen brennen dann. Tränenfluss sei nicht vorhanden, eher würden sich die Augen trocken anfühlen. Seit der gleichen Zeit muss sie auch häufig niesen. Beides sei sehr belästigend; bisher sei keine Neigung zu allergischen Krankheiten bei ihr aufgetreten.

Außer den Mandelentzündungen sei sie immer gesund gewesen. Sie habe auch jetzt bis auf das o.g. keine nennenswerten Beschwerden. Die Periode sei allerdings sehr unregelmäßig, kurz und schwach und sie bekomme nach der Geburt ihres einzigen Kindes seit Jahren kein weiteres, das sie sich jedoch wünschen würde.

Diagnose: Akute Seitenstrangangina

Therapie: 2 Globuli einer homöopathischen Arznei (Apis mellifica*) in der C30, aufgelöst in einem Glas Wasser, von dem die Patientin die Hälfte in einer, den Rest dann verteilt über zwei weitere Stunden trinken soll. Am Abend nimmt die Patientin nochmals ein Globulus dieser Arznei aufgelöst in Wasser innerhalb einer Stunde ein.

Verlauf

2 Stunden nach der Einnahme des Mittels hat sie einen zunehmend starken Druck auf der Brust und das Gefühl, „als ob in jeder Faser des Körpers etwas passiert“. Sie habe fast keine Kontrolle mehr über ihren Körper, es sei eine Umwälzung, wie sie sie allenfalls bei der Geburt erlebt habe. Nach weiteren 2 Stunden Abklingen dieser Symptomatik. Gegen Abend sind das Kloßgefühl und das Kratzen im Hals nicht mehr spürbar. Die Patientin hat noch Schluckbeschwerden und das „Haubengefühl“ sowie auf über 39 °C ansteigende Temperaturen. Das Engegefühl im Hals ist eher noch etwas stärker geworden. Die Patientin erwacht am nächsten Tag mit 37,3 °C und entfiebert in den nächsten Stunden vollständig.

Befund einen weiteren Tag darauf: Seitenstränge kaum noch geschwollen, noch leicht gerötet, völlig frei von Belägen oder Eiterherden; die Uvula ist normal groß und reizlos; es bestehen keine Beschwerden, auch kein Engegefühl mehr. Wenige Tage später durchlebt die Patientin eine kurze Episode (2-3 Tage) mit sehr traurigen Gefühlen und depressiver Verstimmung. Die Augen jucken noch ab und zu und die Lider seien manchmal leicht geschwollen, aber nicht mehr so stark wie vorher.


34-jährige Frau: Perianalthrombose

Eine 34-jährige Frau kommt am 20.07.1994 wegen starker Beschwerden am After in die Sprechstunde. Sie hat seit gestern drückende Schmerzen am After. Es habe plötzlich am späten Nachmittag angefangen; zunächst habe sie ein Brennen, dann ein zunehmendes Druckgefühl gespürt. Die Untersuchung zeigt einen livide-bläulichen, ca. 1 x 1 cm großen Knoten am äußeren Afterrand.

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Diagnose: Frische perianale Thrombose.  Schon drei Tage vorher bestanden Schmerzen im Lendenwirbelbereich; vier Tage zuvor habe sie sich möglicherweise unterkühlt, denn sie habe bei kaltem Wind mehrere Stunden einen nassen Badeanzug getragen. Mit dem Rücken habe sie immer wieder einmal Probleme; sie sei auch diesmal zu ihrem Chiropraktiker gegangen, der sie „eingerenkt“ habe. Die Beschwerden seien daher gestern fast weg gewesen.

Sie habe schon früher ab und zu mal ein Druckgefühl am After gehabt. Während der Schwangerschaft – die Patientin hat eine Tochter – hatte sie ein kleines Knötchen am Anus getastet. Die jetzigen Beschwerden bessern sich durch kaltes Wasser oder Auflagen von kühlem Quark, fragliche Besserung auch im Liegen. Die Beschwerden verschlimmern sich beim Aufstehen, bei Druck und Berührung und waren am gestrigen Abend schlimmer.

Neben dem Druckgefühl habe sie auch ein Spannungsgefühl sowie ab und zu einen Juckreiz am After, der nach Stuhlgang stärker sei. Nach dem Stuhlgang habe sie außerdem ein Wundheitsgefühl im Darm. Überhaupt sei der After sehr empfindlich, „wie wund“.

Ich gebe ihr Sulfur* C200 zwei Globuli.

Verlauf

Die Patientin war kurz nach der Konsultation in Urlaub gefahren und kam erst am 26.08.1994 wieder in die Sprechstunde. Sie berichtet, dass direkt nach der Einnahme des Mittels das Spannungsgefühl schlimmer geworden sei, dann habe der Druckschmerz innerhalb der nächsten zwei Tage deutlich nachgelassen und ist ganz verschwunden.

Nachuntersuchung: Deutliche Verkleinerung der thrombosierten Hämorrhoidalknotens, durch Betasten kein Druckschmerz mehr.


20-jährige Frau: Angst und Panikattacken, Schwindel

Die 20-jährige Patientin kommt am 11.10.2007 wegen Angst- und Panikattacken, Übelkeit, Bauchschmerzen und Schwindel. Die Panickattacken begannen vor 9 Monaten plötzlich von einem Tag auf den anderen: Erst wird ihr übel, dann bekommt sie Herzrasen mit Angst, und schließlich wird ihr schwindlig und heiß. Die Attacken treten in Situationen auf, in denen Sie einen Ort nicht sofort (d.h. im Zeitraum einer halben Stunde) verlassen kann, in einem Auto, in der Bahn, in einem Saal.

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Dabei ist es nicht so wichtig, ob nur ein paar Leute da sind oder der Raum voll ist – es reicht schon das Gefühl, dass die anderen ihre Angst mitbekommen. Anfangs war ihr mehrmals am Tag übel. Jetzt hat sie morgens nach dem Aufwachen Bauchweh, der Bauch ist aufgebläht und es rumort darin, das dauert etwa 2 Stunden lang. Es kommt ihr vor, als würden die Bauchschmerzen durch die Blähungen ausgelöst, irgendwann geht die Luft ab und es wird besser. Übelkeit tritt auch in Situationen auf, wenn ihr etwas Neues begegnet, wenn sie aufgeregt ist, z. B. vor einem Arztbesuch.

Der Schwindel ist eher wie ein flaues Ohnmachtsgefühl, und sie möchte sich lieber hinlegen. Seit etwa 3 Wochen bekommt sie ab und zu eine neue Art von Drehschwindel; der Schwindel wird ausgelöst durch Drehen des Kopfes. Diesen Schwindel hat sie alle 2 Wochen. Sie war deswegen beim Neurologen. Der meinte, es sei eine Art von Migräne. Der Schwindel ist schon 2 x ca. 1 Stunde nach dem Aufstehen aufgetreten, einmal schon direkt beim Aufwachen. Er wird schlimmer durch jede Bewegung und bessert sich nach Schlaf. Die Hitze während der Angstattacken tritt im Oberkörper und im Gesicht auf.

Schon immer hat sie Platzangst. Sie fährt schon seit langem nicht mit dem Fahrstuhl, und meidet alles, was räumlich enger ist, Flugzeug, Tunnel.

Seit ungefähr 3 Jahren hat die Patientin ca. 1 x pro Woche Kopfschmerzen, vor allem im Schläfenbereich. Die Kopfschmerzen beginnen im Nacken und ziehen dann in den Vorderkopf und in die Schläfen, sie werden ausgelöst durch schlechte Raumluft, z. B. an der Uni. Sie bekommt Herzrasen und Bauchweh auch, wenn sie Kaffee trinkt. Sie hat eine Abneigung gegen fette Speisen.

Sie nimmt seit einigen Jahren die Anti-Baby-Pille. Vorher war ihre Regel nicht so regelmäßig,

sie weiß es nicht mehr. Seither hat sie ab und an eine Blasenentzündung. Sie auch öfters eine vaginale Pilzinfektion, meistens nach der Periode, oder wenn sie Antibiotika genommen hat. Sie hat wässrigen bis schleimigen, milchartigen Ausfluss. Sie braucht frische Luft, ein Tag ohne dass sie an die frische Luft kommt, ist für sie nicht denkbar. Außerdem hat sie eine Erkältungsneigung. 5 x im Jahr hat sie irgendeinen Infekt, eine Angina oder Schnupfen. Früher hatte sie sehr oft Scharlach, der meistens mit Antibiotika behandelt wurde.

Von ihrer Stimmung her ist sie eher nachdenklich und neigt zu Verlustängsten. Seit etwa

4 Jahren hat sie das Gefühl, sie sei vergewaltigt worden, dadurch sexuelle Unlust.

Untersuchungsbefund: Die Zunge ist belegt, gezähnelte Zähne, einige Leberflecken, Storchenbiss.

Ich bearbeite diesen Fall mit dem therapeutischen Taschenbuch nach Bönninghausen und gebe der Patientin Pulsatilla* in aufsteigenden Q-Potenzen, in der Q6, Q9 und Q18, und zwar aufgrund folgender Symptome: Herzklopfen mit Angst, Übelkeit. > Blähungsabgang, < Gemütsbewegungen, < Zimmerwärme, Verlangen nach frischer Luft, < Kaffee, milchartiger Ausfluss, < Drehen des Kopfes, Angst und Furcht, innerer Kopf/Schläfen, Furcht in engen Räumen. Außerdem empfehle ich ihr, sofort die Pille abzusetzen, was sie auch macht.

Verlauf

Die Angst- und Panikattacken verschwinden vollständig innerhalb von 6 Wochen. Sie hatte inzwischen auch mehrere Prüfungen, wo keine Panik aufgetreten ist. Fast alle ihre Beschwerden wie Übelkeit, die Bauchschmerzen, die Hitzegefühle, der Drehschwindel, Kopfschmerzen sind verschwunden. Ausfluss und sexuelle Unlust sind unverändert.


41-jährige Patientin: Arthritis, Schultergelenksschmerzen

23.1.2006: Frau Heil, 41 Jahre alt, hat starke Schmerzen in der rechten Schulter. Die Schmerzen sind < im Liegen, beim Heben des Armes und wenn sie den Arm nach hinten nimmt; dann ist der Schmerz stechend. Bei direktem Druck, beim Draufliegen auf der Seite und bei Kälte. Frau Heil spürt ein Fremdkörpergefühl im Oberarm, als wären Splitter innen drin. Der rechte Arm fühlt sich taub an.

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Die Handinnenfläche ist ebenfalls taub, die Hand stark dunkel verfärbt und geschwollen.

Die Schulterschmerzen wurden wahrscheinlich durch Zugluft und Kälte nach Sauna ausgelöst. In den letzten Monaten hatte sich Frau Heil die Schultern oft nachts verkühlt.

Diese Symptome werden am besten von Sanguinaria canadensis* abgedeckt.

Sanguinaria* C200 2 Globuli.

Innerhalb eines Tages ca. 80% Besserung der Schmerzen, die dann vollständig verschwanden. Am 31.3. trat die gleiche Symptomatik in abgeschwächter Form noch einmal auf, Sanguinaria* C200 heilte.


50-jährige Patientin: Nierenschmerzen, Bauchschmerzen

Frau Schneider kommt am 11.8.2008 in die Sprechstunde. Sie klagt über ein Ziehen im Nierenbereich und Bauch. Heute Nacht hatte sie einen so starken Harndrang, dass sie jetzt zum Arzt geht.

Die Schmerzen begannen vor 14 Tagen und sind < abends. Sie spürt ein Ziehen im Bereich der Blase oder im Nabelbereich, im Magen hat sie immer mal ein Druckgefühl, zwischen­durch leichte Stiche um die Nieren.

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Die Schmerzen treten an wechselnden Stellen im Bauch auf oder strahlen von oben nach unten aus.

Bei der körperlichen Untersuchung zeigt sich ein leichter Klopfschmerz im linken Nierenlager, der nach unten ausstrahlt, und ein Druckschmerz im linken Oberbauch. Der Urin enthält etwas Blutspuren (Teststreifen).

Berberis* C30 täglich 1 Globulus abends.

Die folgende Nacht ist gut, kein Harndrang mehr. Am nächsten Tag: Fühlt sich allgemein besser, muß nur noch alle zwei Stunden auf die Toilette. Keine Nierenschmerzen mehr.

2.09.: In den darauffolgenden Tagen sind die Symptome vollständig verschwunden.


Frau Eiler, 25 Jahre: Asthma bronchiale, Depression

Frau Eiler kommt am 18.05.2006 wegen Asthma bronchiale in Behandlung. Sie hat außerdem eine endogene Depression, Angstzustände, Schlafstörungen, nächtliches Schwitzen, Müdigkeit, Reizdarm, Knieprobleme, vor allem Rheuma, Migräne. Eine Medikamentenunverträglichkeit, Sonnenallergie und Kreislaufprobleme, also sehr sehr viele Beschwerden.

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Im November 2004 begann sie eine Psychotherapie, da sie viel Stress an ihrem Arbeitsplatz hatte. Nach einigen Therapiesitzungen trat im Januar 2005 ein stark juckender Ausschlag großflächig am ganzen Körper auf, außer im Gesicht. Ein Hautarzt verschrieb ihr eine Salbe, worauf der Hautausschlag schnell verschwand. Sofort nachdem der Ausschlag „geheilt“ war, begann im Februar 2005 ihr Asthma.

Bei körperlicher Anstrengung, z.B. wenn sie Fahrrad fährt, fangen erst die Beine bis zur Hüfte an zu brennen, danach bekommt sie Atemnot. Wenn sie dabei mal ihre Nase zuhält, hat sie panische Angst, keine Luft mehr zu bekommen. Nachts häufig Hustenanfälle: Der Husten ist trocken, sie wacht davon auf, hat Angst und fühlt sich müde. Ihr Freund kümmert sich dann um sie.

Das Asthma verschlimmert sich bei kalter und vor allem feucht-kalter Luft, oder wenn es schwül-heiß ist. Beim Einatmen von feuchter Luft hustet sie. In einer Parfümwolke bekommt sie auch etwas Atemnot. Bevor das alles anfing, ging es ihr psychisch schlecht. Gegen Ende des Jahres 2003 hat sie innerhalb von zwei Wochen ein paarmal hyperventiliert. Auch als Kind war ihr zweimal die Luft weggeblieben und sie konnte nicht mehr sprechen. Sie nimmt seit 2004 CitalopramÒ (Antidepressivum) 10 mg täglich. Seither ist ihre Nase immer verstopft und sie fühlt sich sehr müde. Schon vor dem Medikament hatte sie eine leicht verstopfte Nase, aber seit CitalopramÒ viel stärker. Ein Versuch, das Medikament abzusetzen scheiterte, sie kam in einen Entzug mit Zitteranfällen.

Unter der Behandlung mit Pulsatilla* Q6, Q9 und Q18 von Ende Mai bis Oktober 2006 zeigt sich folgender Verlauf:

In den ersten Tagen nach Beginn der Einnahme der Q6 tritt ein heftiges Jucken am ganzen Körper, vor allem an der Kopfhaut auf. Der Juckreiz dauert ca. acht Tage und verschwindet wieder. Das Asthma und die nächtlichen Anfälle von Husten und Atemnot verschwinden vollständig innerhalb von sechs Wochen. Die Nase ist weniger verstopft. Frau Eiler hat keine Mundaphthen mehr, keine Übelkeit und kein aufgeblähter Bauch. Kein Brennen der Gelenke oder der Beine bei Anstrengung, auch die brennenden Hüftschmerzen verschwinden. Das Knacken der Gelenke wird schwächer und seltener. Keine Kniebeschwerden mehr, keine morgendliche Taubheit einer Hand. Nur einmal noch, Anfang August, hat Frau Eiler brennende Schmerzen der Beine beim Fahrradfahren. Nur noch wenig Ausfluss. auch das Ekzem am Handrücken verschwindet, erst links, dann rechts. Kein Angstträume mehr, kein Nachtschweiß, keine schwitzigen Hände, Schlaf viel besser.


 

Herr Maier, 61 Jahre: Infektanfälligkeit

Herr Maier kommt im Mai 2001 in meine Behandlung. Er hat seit seiner Jugend immer wieder Infekte der Atemwege. Der Infekt beginnt meist mit Halsschmerzen oder einer Kehlkopfentzündung, die sich dann auf die Bronchien ausweitet. Außerdem leidet Herr Maier an einer chronischen Verschleimung und hustet immer wieder einen weißlich-grünliche Schleim ab, besonders abends.

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Er hat schon viele Behandlungen versucht: Schulmedizinische Behandlungen bis 1973, pflanzliche Mittel, homöopathische Mischmittel, Ozonbehandlung und Eigenbluttherapie bis 1993 und anschließend wieder konventionelle Behandlung in Kombination mit Naturheilverfahren, z.B. Vitamin-C-Infusionen und homöopathische Mischmittel bis 2003. Zwischenzeitlich bekommt er immer wieder Antibiotika-Gaben. Herr Meier raucht nicht, trinkt wenig Alkohol, sportliche Konstitution. Außer der Erkältungsneigung fühlt er sich gesund, gelegentlich Lendenwirbelsäulenbeschwerden, Taubheitsgefühle an zwei Fingern der rechten Hand, Fußnagelpilz und schlechtes Kurzzeitgedächtnis seit ½ Jahr. Nervös.

Lungenentzündung mit 10, 25 und 50 Jahren, Lymphdrüsen-Tuberkulose mit 14 Jahren, früher immer wieder schlecht ausheilende Bronchitiden. Früher starke allergische Reaktionen auf Insektenstiche, mit 9 Jahren Nesselsucht nach Insektenstich, Stoffallergie 1973.

Befund: Auskulatorische Lunge rechtsbasal grobe Rasselgeräusche.

Ich gebe Herrn Maier zunächst Tuberkulinum* Q6 und Q12, anschließend Phosphorus* in der Q3, Q6 und Q12, Lycopodium* Q6 und immer wieder Zwischengaben von Tuberkulinum* in C-Potenz. Auch Sulfur* als Zwischenmittel kommt zur Anwendung.

Schon nach Einnahme des ersten Mittels hat Herr Maier keine Infekte mehr. Er ist nicht mehr so nervös, sein Gedächtnis wird besser. Der Auswurf verschwindet innerhalb von 4 bis 6 Monaten, die Schleimgeräusche auf der Lunge ebenfalls. Er hat keine Taubheitsgefühle mehr. Nur der Nagelpilz erweist sich als hartnäckig und verbleibt auf einem gebesserten Niveau. Zwischenzeitlich auftretende Rückenbeschwerden mit ISG-Blockierungen werden akut homöopathisch und zusätzlich mit Gerätetraining behandelt. In einem Zeitraum von zweieinhalb Jahren meldet sich Herr Maier gelegentlich bei akuten Zwischenkrankheiten wie Durchfall. Es ist seither keine einzige Bronchitis oder Angina mehr aufgetreten, sodaß die Behandlung beendet wird.


 

Frau Siegfried, 50 Jahre: Chronische Migräne

Ihre Migräne hat Frau Siegfried seit elf Jahren in unregelmäßigen Abständen, seit 1 ½ Jahren aber alle zwei Wochen. Sie beschreibt mir genau, wie der Schmerz beginnt und wie er sich anfühlt.

Ihre ganze Verfassung ist während der Migräneanfälle schlecht: Jedesmal während der Kopfschmerzattacke wird sie extrem traurig und niedergeschlagen.

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Manchmal muss sie bei den Kopfschmerzen dauernd gähnen und wird dabei nervös. Ein Anfall dauert 2 ½ Tage. Die Anfälle treten alle zwei Wochen auf. Sie können auch durch Alkohol ausgelöst werden. Deshalb trinkt Frau Siegfried nur selten Wein. Seit einem Jahr nimmt sie bei fast jeder Attacke eine Tablette MaxaltR (Rizatriptan).

Frau Siegfried hat außerdem noch eine andere Art Kopfschmerzen. Diese treten unregelmäßig alle zwei, drei Wochen auf und werden durch Streß ausgelöst. Sie sind auf der linken oder rechten Seite über den Augenbrauen und der Schläfe und gehen durch Entspannen, Hinlegen oder Schlaf weg. Direkte Sonne verträgt sie nicht, sie bekommt Kopfweh, wenn ihr Kopf in der Sonne ist.
Vor drei Jahren war sie sehr niedergeschlagen, sie war nicht mehr so, wie sie sich kannte. Sie hatte keine Energie und Lebenslust, etwas Hitzewallungen. Durch das Hormonpräparat ÖstronaraR, das sie seither einnimmt, gingen diese Symptome weg. Dieselbe Stimmung hat sie heute nur noch vor der Regel: Sie fühlt sich lustlos, sieht eher das Negative und freut sich über nichts.
Vor 15 Jahren nahm sich ihr Mann eine Freundin. Die ersten Jahre war diese Situation furchtbar für sie, sie hat sehr gelitten und wollte, dass ihre Liebe zu ihm aufhörte. Nach jahrelangem Hin und Her hat sie sich vor 10 Jahren scheiden lassen. In diesen Jahren des Hin und Her begann die Migräne. Auch damals war sie sehr traurig. Sie konnte nicht mehr richtig essen. Heute ist das kein Problem mehr für sie, sie spürt davon keinen negativen Einfluss auf ihr Leben. Manchmal ist sie noch ein wenig traurig. Diese traurige Stimmung bekommt sie auch, wenn sie die Hormone absetzt.
Weitere Symptome: Bitterer Geschmack im Mund, wenn sie lange Zeit nichts isst. Schmerzen an einem wurzelbehandelten Zahn im linken Oberkiefer. Wenig Durst. Manchmal hat sie abends im Bett einen schnellen Puls. Ihr Appetit ist nicht so gut, seit ihre Tochter vor einem Jahr ausgezogen ist. Nur alle drei Tage Stuhlgang.
Ihre Menses hat Frau Siegfried seit sie ÖstronaraR nimmt alle 4 Wochen. Seit fünf Jahren waren die Menses sehr unregelmäßig gewesen, sie kamen mal im 2, 3, 6 oder 10 Wochen-Abstand. Die Blutung war stark. Sie war 4, 5 Tage, zuletzt sogar schon 10 Tage vor der Regel niedergeschlagen und lustlos. Seit ein paar Jahren hat Frau Siegfried fast jede Nacht ein Hitzegefühl am Körper.
Sie hat Schmerzen in der unteren Wirbelsäule, als würde sie jeden Moment abbrechen, vor allem, wenn sie längere Zeit steht.

Verlauf

Frau Siegfried setzt erst das Hormonpräparat allmählich ab. Sie bekommt starke Hitzewallungen und eine traurige Stimmung. Jetzt gebe ich ihr ein homöopathisches Arzneimittel in Tropfenform (Ignatia* Q6), das sie täglich abends einnimmt.
Nach Beginn der Tropfen ist sie eine Woche lang extrem niedergeschlagen und sie hat starken Haarausfall – solche Reaktionen kurz nach Beginn der Arzneieinnahme, die sog. Erstverschlimmerung, sind ein gutes Zeichen der beginnenden Heilreaktion des Organismus und verschwinden sehr bald wieder.
Kurz darauf wird die Stimmung bessert, die Migräne kommt in einem größeren Abstand und nicht mehr so stark, so dass sie kein Schmerzmittel braucht. Seit Beginn der Tropfen hat sie keine linksseitigen Stresskopfschmerzen mehr gehabt.
Einen Monat später berichtet Frau Siegfried, sie war ein paar Tage richtig deprimiert gewesen. Einmal Migräne ohne Gähnen. Hitzewallungen stärker und auch am Tag. Weniger Verstopfung. Rückenschmerzen gleich.
Ich gebe ihr jetzt ein anderes homöopathisches Mittel, Natrium muriaticum* C200.
Schon nach 3 Tagen ist sie nicht mehr so traurig. Verdauung jetzt noch besser als unter dem ersten Mittel. Hauptproblem ist jetzt der Schlaf: Sie schläft schlecht ein und schläft unruhig, wacht ca. zehnmal die Nacht auf. Dennoch wundert sie sich, wie fit sie am nächsten Tag trotz des wenigen Schlafs ist.
Sonst geht es ihr gut. Sie hatte nur einmal leichte Kopfschmerzen, ganz anders als vorher, die nach einem halben Tag wieder weg waren. Hitzewallungen besser. Stimmung besser, nicht mehr so traurig.
Das heißt, die Symptome haben sich verändert und ich gebe ein neues Mittel, Sepia* C200 zwei Kügelchen.
Einen Monat später: Der Schlaf begann schon eine Woche nach dem Mittel besser zu werden. Die Hitzewallungen sind völlig weg. Kopfschmerzen einen Tag vor dem Urlaub, nicht stark. Die letzten drei Migräneanfälle hatte sie, wenn irgend etwas bevorstand: Der Urlaub, oder ein Betriebsausflug. Sie waren insgesamt nicht so schlimm wie ihre früheren Kopfschmerzen. Die Verstopfung ist kein Thema mehr. Sie sagt jetzt, der Rücken ist in den letzten Wochen, nicht erst seit dem letzten Mittel, besser geworden.
Ich gebe ihr wieder Natrium muriaticum* Q6 (Tropfen) und in den folgenden Monaten mehrmals das homöopathische Mittel Ignatia* in Hochpotenzen.
Die Migräne verschwindet vollständig. Auch keine Stresskopfschmerzen mehr. Der Schlaf ist sehr gut. Ab und an leichte Hitzewallungen, damit kann sie leben. Kein Haarausfall mehr.


Frau Heim, 41 Jahre: Chronische Sinusitis (Nasennebenhöhlen­entzündung), Raynaud-Phänomen

Frau Heim hat seit einer schweren Grippe vor 14 Jahren ständig Schmerzen in der Stirn links bis hin zur Schläfe und unter dem linken Auge; außerdem einen trockenen Reizhusten morgens. Die Grippe hatte sich unbehandelt drei Monate während der Schwangerschaft hingezogen mit heftigem Husten und starkem Schnupfen. Seither hat sie immer wieder Kopf schmerzen, Schmerzen in der linken Nasennebenhöhle, Stirn, Auge und auch in den Kieferhöhlen.

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„Von ihrem Kopf her“ hat sie immer das Gefühl, die linke Seite ist krank und „zu“, die rechte gesund. Sie leidet seit ein paar Jahren unter ständig wiederkehrendem Schnupfen, Phasen mit Schnupfen sind häufiger als ohne Schnupfen. Die Absonderung aus der Nase ist eitrig und zäh.
Außerdem hat Frau Heim ein sog. Raynaud-Phänomen: Hierunter versteht man eine plötzlich auftretende Durchblutungsstörung der Finger: Die Finger werden bei Frau Heim plötzlich weiß, vorwiegend bei Kälte und wenn sie bei Kälte mit den Händen arbeitet, z.B. etwas greift oder schreibt. Wenn die Weißverfärbung verschwindet, werden ihre Finger dunkelrot bis bläulich und heiß. Dann werden sie wieder rot, und schließlich bekommen sie ihre normale Farbe.
Ich behandele das gesamte Krankheitsbild von Frau Heim erst mit den Arzneien Sulfur, Sepia und wieder Sulfur in hoher Potenz. Hierunter verschwinden die Durchblutungsstörung der Finger und die Neigung zu Schnupfen. Was hartnäckig bleibt sind die Schmerzen auf der linken Kopfseite. Eine andere Ursache scheint die Heilung zu verhindern und ich lese in der Arzneimittellehre der Arznei Psorinum*: „Bei chronischen Leiden, die auf eine vor Jahren unvollkommen geheilte oder unterdrückte akute Krankheit folgen bzw. darauf zurück- zuführen sind.“
Natürlich müssen die individuellen Symptome der Patientin mit der Arznei verglichen werden. Mit Psorinum* C30 verschwindet die Neigung zu Infekten der Nasennebenhöhlen vollständig.


Hildegard, 31 Jahre: Chronische Halsschmerzen, chronischer Heuschnupfen, veränderter Mundgeschmack

Hildegard hat seit ihrem zehnten Lebensjahr Heuschnupfen mit asthmatischen Beschwerden.

Sie hatte mit 18 Jahren zweimal eine Kehlkopfentzündung, die antibiotisch behandelt wurde; mit 20 Jahren einen eitrigen Mandel-Abszeß rechts. Seitdem hat sie ständig Halsschmerzen, z.B. von etwas kalter Luft, vom Singen, Sprechen, Schlucken.
Seit 10 Jahren hat Hildegard einen unangenehmen Mundgeschmack.

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Magenbeschwerden, chronisch Verstopfung.
Sie hatte ungefähr 15 Blasenentzündungen, manchmal hat sie Harndrang und es kommt nichts, man nennt es Reizblase.
Die Menses beginnt mit Übelkeit, dauert sieben Tage und ist sehr stark. Seit 10 Jahren hat sie ständig Ausfluss.
Nackenverspannung links, sitzt viel am Schreibtisch, lange Autofahrten. Hildegard hat ein kleines Kind, während der Stillzeit hatte sie Haarausfall. Sie hat sehr weiche Nägel.
Ich gebe ihr täglich eine homöopathische Hochpotenz Sepia* als Tropfen.
Nach einer Woche hat Hildegard Haarausfall wie während ihrer Stillzeit, das dauert eine Woche lang.
Ich gebe eine homöopathische Hochpotenz.
Nach sechs Wochen ist die Verstopfung weg, sie hat keine Halsschmerzen mehr, auch nicht, nachdem sie ein paar Stunden in einer eiskalten Turnhalle war.
Der Mundgeschmack ist 70 % besser.
Ihre Regel ist halb so stark und besser.
Ihre Nackenverspannung und Ausfluss gleich.
Ich gebe ihr eine homöopathische Hochpotenz als Kügelchen und danach Tropfen, die sie täglich einnimmt.

Nach acht Wochen wird es Frühjahr und Hildegards Heuschnupfen wird homöopathisch behandelt. Der Heuschnupfen vergeht rasch ohne schulmedizinische Medikamente.
Ihre Nägel sind fester.
Hildegard bleibt in Behandlung.
Nach 1 ½  Jahren ist alles o.k.
Halsweh, Verstopfung, komischer Mundgeschmack und Ausfluss sind weg.
Im Juni in der Gräserzeit hat Hildegard das erste Mal keinen Heuschnupfen mehr.
Keine Behandlung mehr nötig.


Frau Antony, 37 Jahre: Magenbeschwerden

Frau Antony hat seit 3 Jahren ständige Magenbeschwerden. Sie hat das Gefühl eines Klumpens im Magen wie ein schweres Gewicht oder ein Stein. Dieses Gefühl wechselt mit Heißhunger ab. Seit zwei Jahren ist sie verfroren. Sie ist in letzter Zeit oft sehr traurig und hat eine verstopfte Nase. Vor 2 Jahren Entfernung der Gebärmutter wegen eines Uteruskarzinoms.

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Die Magenbeschwerden sind Prüfungssymptome der homöopathischen Arznei Sepia*:
In den Symptomverzeichnissen der Homöopathie (Arzneimittelprüfung von S. Hahnemann) stehen folgende Symptome von Sepia* (Die Chronischen Krankheiten Bd. 5):
„Schmerz mitten im Bauche…; es lag da wie ein Klumpen fest. …Drücken auf den Magen, wie von einem Steine. …Gefühl wie von einer Last im Bauche, beim Bewegen.“
Aufgrund der Gesamtheit ihrer Symptome gebe ich Frau Antony Sepia* Q3-Tropfen. In den ersten 3 Wochen verschwinden die Traurigkeit und die Frostigkeit. Unter Sepia* Q6 und Sepia* Q9 verschwinden die Magenbeschwerden vollständig und dauerhaft innerhalb der nächsten fünf Wochen.


Herr Sütterle, 32 Jahre: Große Warze

Herr Sütterle, 32 Jahre, hat eine sehr große Warze unter dem rechten Fußballen. Er bekommt von mir ein homöopathisches Arzneimittel, Sepia* C200.

Nach einigen Tagen fühlt Herr Sütterle beim Gehen Stiche in der Warze, die sich noch verschlimmern. Nach zwei Wochen bilden sich viele schwarze Punkte in der Mitte der Warze. Nach vier Wochen geht die Warze langsam zurück und fällt schließlich ab.


Frau Mahlberg, 33 Jahre: Häufige Blasen- und Nierenbecken­entzündungen, Kopfschmerzen und Kinderwunsch

Frau Mahlberg hat seit 8 Jahren immer wieder Blasenentzündungen und manchmal wird hieraus eine Nierenbeckenentzündung. Die Entzündung kommt meist aus heiterem Himmel, sie kann dann fast nicht mehr gehen, der Rücken tut ihr weh, ihr ist übel und sie hat Kopfweh.

Außerdem hat sie seit ihrem 15. Lebensjahr immer wieder starke Kopfschmerzen, fast immer durch Alkohol, bei Wetterwechsel oder einfach am Wochenende.

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Die Schmerzen sind an den Schläfen und fühlen sich an, als würde ihr jemand den Kopf zusammenpressen. Große Lust auf Süßigkeiten.

Ihre Periode ist meistens zu stark und kommt zu früh. Sie hat einige Tage vor der Periode eine starke, schmerzhafte Brustspannung. Frau Mahlberg hatte 10 Jahre lang die Pille genommen und danach eine Spirale gehabt. Jetzt wünscht sie sich ein Kind, aber es klappt nicht.

Ich gebe ihr homöopathische Tropfen, Calcium carbonicum* in ansteigenden Potenzen Q4, Q6 und Q18. Direkt nach Einnahme der ersten Tropfen hat Frau Mahlberg eine Woche lang täglich starken Kopfschmerz, das kannte sie bisher nicht. Seitdem hat sie überhaupt keine Kopfschmerzen und auch keine Harnwegsinfekte mehr! Die Brustspannung wird weniger, sie fühlt sich allgemein nicht mehr so müde, kein Hunger auf Süßes mehr. Die Periode ist zunächst unverändert, bleibt aber drei Monate nach Behandlungsbeginn ganz aus und Frau Mahlberg ist … schwanger!


Frau Sauer, 62 Jahre: Überbein (Tumor) am linken Fußrücken

Frau Sauer hat zwei große Überbeine am linken Fußrücken. Ihr Hausarzt sagt, das müsse man operieren, aber Frau Sauer hat Angst vor der Operation. Die Tumoren liegen direkt nebeneinander und sind zusammen ca. 3 cm im Durchmesser und 2 cm hoch. Sie haben sich seit etwa einem halben Jahr entwickelt.

Außerdem klagt sie über einen dumpfen, drückenden Schmerz im rechten Oberbauch beim Gehen.

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Wenn sie etwas isst, geht der Druck weg. Dies begann im Herbst. Über den Winter hatte sie Ruhe davon, und jetzt hat es wieder angefangen. Sie hat seit 2 Monaten auch Schmerzen im rechten Arm und kann den Arm nicht hochheben. Die Schmerzen sind mal im Ellenbogen mal in der Schulter und schlimmer bei Wetterwechsel.

Die Überbeine jucken stark. Wenn sie den Fuß in warmes oder kaltes Wasser hält, muß sie kratzen.
Ich gebe ihr eine homöopathische Hochpotenz, Rhus toxicodendron* Q3 und Q6.
5 Tage nach Beginn der Einnahme beginnt ein extrem starker Juckreiz, wie sie ihn noch nie hatte. Der Juckreiz hält 3 Tage an. Anschließend hat Frau Sauer 3 Tage lang starke Schmerzen „wie ein Geschwür, das platzen will.“ Als die Schmerzen weggehen, ist das kleinere Überbein verschwunden, das andere wesentlich kleiner geworden. Die Schmerzen im rechten Arm sind seit Einnahme der Tropfen weg.
Insgesamt nimmt Frau Sauer die Tropfen 7 Wochen lang, und auch die restliche Geschwulst vollständig innerhalb eines weiteren Monats vollständig.


Frau Pfaff, 35 Jahre: Schuppenflechte (Psoriasis)Amalgamvergiftung

Frau Pfaff hat eine Schuppenflechte seit 25 Jahren, also seit ihrem 10. Lebensjahr. Damals trat der Ausschlag nur im Winter auf. Heute hat sie die Schuppenflechte ganzjährig, im Winter ist es schlimmer. Betroffen sind die Hände und Fußrücken. Der Ausschlag verschlimmert sich bei Kälte, nach Essen von Schweinefleisch, oder durch Ärger und Kummer im Geschäft.

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Die Entfernung einer Amalgamfüllung hat kürzlich einen starken Schub der Schuppenflechte ausgelöst.

Außerdem hat Frau Pfaff eine unregelmäßige, meist zu spät auftretende Regel und starke Schmerzen während der Regel.
Seit 3 Monaten nimmt sie wieder die Pille. Sie hat bis vor 2 Monaten ohne Erfolg homöopathische Komplexmittel genommen. Auch Behandlungen mit Cortison und Fischölkapsel besserten die Schuppenflechten nicht.
1999 wurde bei ihr ein großes Muttermal am Bauchnabel entfernt. Als Kind bekam sie die üblichen Impfungen einschließlich der Pockenimpfung.
Ich suche für Frau Pfaff als erstes die homöopathische Arznei Sepia* heraus, die sie über mehrere Monate in Tropfenform von der Q1 bis zur Q15 einnimmt. Hierunter bessern sich die Ausschläge an den Händen um 80%, an den Füßen um 30 bis 50%.
Frau Pfaff bleibt in Behandlung und erhält in den folgenden 5 Jahren weitere homöopathische Hochpotenzen, bis die Schuppenflechte schließlich vollständig verschwindet. Die wichtigsten Arzneien sind Rhus toxicodendron*, Calcium carbonicum* und besonders Thuja occidentalis* C200 und C1000.


Magda, 39 Jahre: Fußpilz

Sehr starker Fußpilz zwischen allen Zehen und unter dem Fuß, mit Rissen zwischen den Zehen und offener Haut unter dem Fuß; die Zehen sind geschwollen. Der Pilz breitet sich auf die Handinnenflächen und Finger aus, dort Blasen und weißliche Stellen, wie abgestorbene Haut. Die Haut an den Händen löst sich ab.

Ich gebe Magda zwei homöopathische Arzneimittel, zunächst Sulfur* C30, dann Tuberkulinum* C30 und später wieder Sulfur*. Innerhalb von 2 ½ Monaten heilt der Fuß- und Handpilz vollständig aus.


Herr Eilmann, 62 Jahre: Akuter Schwindel

Herr Eilmann hat seit einigen Tagen einen massiven Dreh-Schwindel, dabei einen leicht erhöhten Blutdruck. Er kann kaum noch selbstständig gehen, und taumelt eher als daß er geht. Ich frage genau nach der Art des Schwindels: Der Schwindel verschlimmert sich bei einer Bewegung des Kopfes nach vorne und bei schneller Kopfbewegung.

Außerdem hat Herr Eilmann seit Tagen einen wässrigen, gelblich-grünen Stuhlgang.

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Diese Art von Durchfall kennt er, er bekommt ihn phasenweise.

Der Blutdruck liegt im Grenzbereich, keine Hinweise auf einen Schlaganfall. Ich repertorisiere die Symptome in den Nachschlagewerken (Arzneiprüfungen an gesunden Menschen) der Homöopathie und gebe ihm Gelsemium* C200.

Nach der Gabe wird Schwindel schnell weniger, auch das Taumeln ist deutlich besser. Nach 2 Tagen sagt er, er fühle sich schon wieder topfit. Ich wiederhole das Mittel noch einmal (Gelsemium* C30) und die restlichen Beschwerden verschwinden innerhalb eines Tages.


Herr Müller, 41 Jahre: Fersensporn

Herr Müller hat einen Fersensporn an der linken Ferse, der durch eine Röntgenaufnahme beim Orthopäden festgestellt wurde. Er hatte schon seit geraumer Zeit Schmerzen beim Gehen oder Laufen. Die Schmerzen sind stechend und verschlimmern sich bei Kälte.

Ich gebe Herrn Müller ein homöopathisches Arzneimittel Hecla lava*, das er täglich einnimmt. In den folgenden 4, 5 Wochen verschwinden die Schmerzen, der Fersensporn ist röntgenologisch nicht mehr nachweisbar.


 

46-jährige Patientin: Angina und beginnende Sinusitis, Nasennebenhöhlenentzündung

Frau Thiedenau hatte vor 14 Jahren eine langwierige Sinusitis, die antibiotisch behandelt wurde. Seitdem ziehen ihr Erkältungen auf die Stirnhöhle und entwickeln sich regelmäßig zu einer Sinusitis. Seit vier Tagen hat Frau Thiedenau eine Erkältung. Seit heute hat sie einen unangenehmen Druckschmerz auf der Stirnhöhle und hinter den Augenbrauen.

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Diese Erkältung entwickelt sich wieder einmal zu einer Sinusitis, und da halfen ihr in der Vergangenheit nur Antibiotika.
Aber diesmal nimmt sie statt Antibiotika ein homöopathisches Einzelmittel.
Für drei Stunden wird alles viel schlimmer, und danach, noch am gleichen Abend, verschwinden sämtliche Symptome.
Seit sechs Jahren bis heute hatte sie keine Sinusitis mehr.


Frau Galli, 36 Jahre: Zystitis und Stockschnupfen

Frau Galli kommt zum ersten Mal in Behandlung. Seit gestern hat sie eine Blasenentzündung: Frau Galli hatte schon früher Blasenentzündungen.

Sie hat Schmerzen in der rechten Leiste, krampfend und nach unten ziehend.
Ich frage genau nach: Die Schmerzen sind im Liegen und beim Harndrang unangenehmer.

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Auch beim Urinieren verkrampft es sich. Sie braucht dann länger, „bis alles draußen ist“. 38,9° C Fieber, kalte Hände und Füße.

Außerdem hat Frau Galli seit drei Tagen eine „Virusgrippe“. Der Infekt begann mit starken Kopfschmerzen und Schnupfen, Übelkeit und Halsweh. Der Kopf und die Nase sind immer noch „zu“.
Ich frage genau: Die Nase ist eher abends verstopft, ab 21 oder 21.30 Uhr. Das ist ihr aufgefallen. Außerdem steigt abends das Fieber. Die Absonderung ist gelblich und schleimig-dick. Der Schnupfen ist hartnäckig.
Sie hat einen Druck in der Stirnhöhle bis zu den Ohren.
Befund: Urin trüb und weiß-flockig. Teststreifen: Leuko/HB +++.
Ich gebe ihr ein Kügelchen unter die Zunge.
Das Mittel hat sie mittags bekommen. Am Abend hat sie keine Leistenschmerzen und Beschwerden beim Urinieren mehr. Am nächsten Tag ist der Urin klar, der Kopf frei und der Schnupfen löst sich. Am zweiten Tag nach Mitteleinnahme sind alle Symptome verschwunden.


36-jährige Patientin: Lumboischialgie / Hexenschuss

3.09.01:  Frau Aicher hat seit zwei Jahren einen kleinen Bandscheibenvorfall.

Jetzt ist sie vor Schmerz gekrümmt, kann nicht vom Stuhl aufstehen. Die Schmerzen stechen wie ein Messer im unteren Rücken, in den Po, ins Bein bis in die Zehen.
Ich gebe eine homöopathische Hochpotenz.
Am nächsten Tag geht es ihr wesentlich besser. Frau Aicher spürt die Stelle im Rücken noch ein klein wenig beim Bücken. Nach drei Tagen sind die Rückenschmerzen vollständig verschwunden.


61-jährige Patientin: Zahnschmerzen; Hitzewallungen; Schulterschmerzen

Frau Weber, 61 Jahre, kommt wegen Hitzewallungen und stechenden Schmerzen in der Schulter in die Praxis. Beides ist durch die Einnahme von homöopathischen Tropfen in den letzten Monaten weggegangen.

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Seit zwei Tagen hat sie plötzlich sehr starke Zahnschmerzen.
Ich gebe eine homöopathische Hochpotenz.
Die Schmerzen werden am gleichen Tag besser, am nächsten Tag sind sie weg.
Nach fünf Tagen tut der Zahn wieder weh, jetzt pocht er und die Zahnwurzel sieht von außen am Kinn dick geschwollen aus. Der Zahnarzt diagnostiziert eine vereiterte Wurzel, die sie behandeln läßt.
Interessant: Das chronische Mittel für Frau Webers Hitzewallungen und Schulterschmerzen hat bewirkt, dass ihr Immunsystem einen bisher unbemerkten Eiterherd „meldet“. Dieser Entzündungsherd wird entdeckt und beseitigt. Die Zahnwurzel war schon lange faul und hat Frau Webers Immunsystem belastet.


Herr Pfattheicher, 38 Jahre:Akute Perimyokarditis/ Herzentzündung

Herr Pfattheicher wird stationär eingewiesen. Er hat akute Herzschmerzen. Es fühlt sich an wie ein Stein in der Brust. Er hat Atemnot, ängstliche Unruhe, Alpträume, Appetitlosigkeit und Schüttelfrost. Aufgrund seines EKG und seiner veränderten Laborwerte wird eine akute virale Perimyokarditis diagnostiziert. Auslöser könnte ein schwerer grippaler Infekt im letzten Jahr sein, während dem sich Herr Pfattheicher keine Ruhe gönnte.

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Er ruft mich aus dem Krankenhaus aus an. Ich lasse ihm eine Q-Potenz in Tropfenform schicken. Dadurch vergehen seine akuten Herzbe­schwerden schnell. Die Laborparameter bessern sich innerhalb von drei Tagen nach homöopathischem Behandlungsbeginn deutlich: Die CK fällt von 1457 auf 162 U/L, CRP von 109 auf 16 mg/L.
Ein homöopathisches Zwischenmittel normalisiert seine inzwischen aufgetretene Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit und bessert seine Pulsaussetzer.
Nach einer Woche ruft mich Herr Pfattheicher an: Er spürt sein Herz, nicht als Schmerz, sondern wie ein bewußtes Empfinden. Heute hatte er sehr deutlich spürbares Herzklopfen im Oberkörper, im Hals und sogar in den Ohren. Dies ist verbunden mit starken rechtsseitigen Kopfschmerzen vom Nacken/Hinterkopf zur Stirn, von innen drückend. Die Schmerzen hatte Herr Pfattheicher gestern und heute vormittag, heute zwischen 8 und 10 Uhr, und sind inzwischen von selbst wieder vergangen.
Seit zwei Tagen hat er noch ein ganz merkwürdiges Symptom: Morgens zwischen 6 und  9 Uhr ist er sehr lichtempfindlich. Diese Lichtempfindlichkeit hört sofort auf, nachdem er Stuhlgang hatte. Und das, obwohl es am späten Vormittag noch mal heller im Zimmer wird. Sonst fühlt er sich gut.
Ich gebe ihm ein Kügelchen.
Am nächsten Tag ruft er mich an: Er hat seit heute keine Herzbeschwerden, keine Kopfschmerzen, keine Pulsaussetzer mehr, sein Herzrhythmus ist normal.
Am dritten Tag ist die morgendliche Lichtempfindlichkeit verschwunden.
Auch die Empfindung, das Herz zu spüren, vergeht innerhalb weniger Tage.


31-jährige Patientin: Seitenstrang-Angina; Migräne

Vera, 31 Jahre, hatte 15 Jahre Migräneanfälle, die durch die homöopathische Behandlung geheilt wurden. Seit drei Monaten bekommt sie von mir wegen langjähriger Unfruchtbarkeit mit mehreren Fehlgeburten, Schwäche, Appetitlosigkeit, Untergewicht, Stuhlinkontinenz und Depressionen regelmäßig homöopathische Mittel.

Vera wird schwanger.

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In der 9. Schwangerschaftswoche bekommt sie starke Halsschmerzen, hustet zähen Schleim, sie kann nicht schlafen, fühlt sich erschöpft, hat leichtes Fieber, ihr ist den ganzen Tag übel, wahrscheinlich von der Schwangerschaft, sie möchte sich nur noch hinlegen und schlafen.
Ich bitte Vera, in die Praxis zu kommen: Sie hat eine Seitenstrangangina mit geschwollenen Halslymphknoten. Ich gebe ihr eine homöopathische Hochpotenz.
Drei Stunden später bekommt sie einen heftigen Migräneanfall mit Übelkeit. Migräne hatte Vera jahrelang, sie verschwand unter der homöopathischen Behandlung der letzten Jahre. Ihre Körpertemperatur geht noch einmal leicht hoch. Am nächsten Morgen keine Kopfschmerzen mehr und kein Fieber mehr. Die Schluckschmerzen sind auf 40 % reduziert, allgemein fühlt sie sich viel besser, der Migräneanfall hat aufgehört.
Die Halsschmerzen waren zwei Tage nach Einnahme des Mittels verschwunden. Die Erschöpfung und die Schwangerschaftsübelkeit verschwand während der folgenden Woche.


35-jährige Patientin: Gastroenteritis, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall

Frau Saier ruft mich von ihrem Urlaub in Kuba aus an. Vor zwei Tagen begann eine Übelkeit, die gestern stark wurde. Sie hat gelblichen Durchfall, Schüttelfrost, Kälte- und Hitzeanfälle, Gliederschmerzen, Kopfscherzen, Unterleibsschmerzen, Knochenschmerzen. Sie hat Halsweh und liegt still im Bett.

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Frau Saier hat bereits Okoubaca* D2 in häufigen Gaben genommen, das hat aber nur wenig geholfen.
Ich nenne ihr am Telefon ein bestimmtes Mittel, das sie nehmen soll und das sie glücklicherweise in ihrer homöopathischen Reiseapotheke dabei hat.
Am gleichen Abend geht es ihr erst etwas schlechter, das Fieber steigt auf 39,5 C. Am folgenden Tag sind alle Beschwerden verschwunden.


52-jährige Patientin: Nesselausschlag/ Urtikaria, akut

Frau Hedwig hat einen Nesselausschlag am ganzen Körper. Fußgelenke, Ellenbeugen, Nacken, Bauch, Rücken und Hals sind betroffen. Die Farbe ist Erdbeerrot, ihre Haut fühlt sich an wie ein Reibeisen, es juckt fürchterlich.

Ich gebe ihr eine homöopathische Hochpotenz.
Die Haut sieht nach einigen Stunden besser aus, der Juckreiz verschwindet innerhalb von zwei Tagen.


41-jähriger Patient: Stockschnupfen

Seit 10 Tagen Schnupfen mit gelb-bräunlichem, zähem, fädigem, eitrigem Schleim und Husten mit Auswurf. Im Freien geht die Nase ein bißchen auf, beim Eintritt in ein warmes Zimmer verstopft sie wieder, abends und nachts bleibt sie dann verstopft.

Ich gebe ein Kügelchen einer homöopathischen Hochpotenz.
Nach einer Verschlimmerung über Nacht und am ersten Tag Besserung und vollständiges Abklingen aller Symptome am zweiten Tag.


34-jährige Patientin: Schwangerschaftsübelkeit

Veronika ist schwanger in der 9. Woche und hat seit Beginn der Schwangerschaft starke Übelkeit. Sie ist auch sehr geruchsempfindlich.

Ich gebe eine homöopathische Hochpotenz.
Keinerlei Besserung.
Ich bitte sie, sich genauer zu beobachten.

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Veronika erzählt mir darauf, sie riecht alles ganz intensiv, sei es z. B. Öl, Holz, oder Plastik. Diese Gerüche verursachen Würgereiz. Auch sonst hat sie manchmal ein Würgegefühl, es kommt ihr hoch, sie ist immer kurz vor dem Erbrechen, hat Speichelfluss und ein Völlegefühl. Sie hat das Bedürfnis, sich hinzulegen. Verstopfung im Wechsel mit weichem Stuhl.
Ein Kügelchen pur, dann in Wasser aufgelöst.
Am nächsten Tag ist die Übelkeit ca. 50 % besser, gleichzeitig deutlich weniger geruchsempfindlich. Weniger Speichelfluss, kein Völlegefühl mehr. In den folgenden Wochen weitere Besserung und schließlich Verschwinden der Übelkeit.


40-jährige Patientin: Haut schmerzempfindlich

Frau Rabisch, 40 Jahre, bekommt von mir seit einer Woche wegen chronischer Rückenschmerzen, schwacher Regel und chronischer Verstopfung täglich homöopathische Tropfen.

Während der ersten Tage normalisiert sich ihre Verdauung.
Nach einer Woche bekommt sie stark brennende Schmerzen in der linken Nierengegend und am ganzen Rücken.

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Sie hat einen Wundschmerz, als wäre ihre Haut verbrannt. Im Bauch und in der Wirbelsäule hat sie ein verbranntes Gefühl.

Zwei homöopathische Globuli.
Am nächsten Tag hat Frau Rabisch starken und übelriechenden Schweiß.
Innerhalb weniger Tage klingen die Schmerzen völlig ab.


Frau Ruspin, 52 Jahre: Sinusitis

Frau Ruspins Nase ist verstopft und ihr Hals kratzt. Die Erkältung begann vor zwei Wochen mit einer Stimmbandentzündung. Nachts und tags verstopfte Nase. Der Schleim ist zäh, klebrig, gelb. Der Hals kratzt und tut beim Schlucken weh.

Ich frage genau nach: Der Hals tut ihr beim Schlucken, morgens, und beim Speichelschlucken weh.

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Nachgefragt: Zu Beginn, als es akut war, hatte sie richtige Kopfschmerzen, der ganze Kopf tat weh. Die Nase lief die ganze Zeit, ein richtiger Fließschnupfen.
Die Ohren knistern beim Sprechen. Sie muß sehr viel Niesen.
Ich gebe ihr ein Kügelchen einer homöopathischen Hochpotenz.
Nach drei Tagen: Es geht ihr besser, aber in der Nase ist noch der zähe Schleim, der sich nur langsam löst. Keine Halsschmerzen mehr, obwohl die Stimme noch kratzig ist. Im Hals löst sich der Schleim. Keine Kopfschmerzen. Allgemeinzustand deutlich besser.
In der Nase immer noch zähflüssiger Schleim. Der Schleim ist durch sichtig. Ganz klebrig, zieht Fäden. Nachts ist die Nase am stärksten betroffen, nachts und morgens. Das sitzt in den Nasennebenhöhlen. An der frischen Luft ist die Nase freier. So zäh ist der Schleim jedesmal bei Schnupfen.
Ich gebe ihr ein Globulus pur.
Nach Einnahme des Mittels rasche Besserung und kurz darauf ist Frau Ruspin beschwerdefrei.


Frau Hellweg, 36 Jahre: Allergie (Rhinitis allergica)

Seit drei Wochen hat Frau Hellweg Allergiesymptome: Niesen, Gaumen- und Augenjucken. Immer wieder hat sie Niesanfälle, am letzten Wochenende war es besonders schlimm. Das Niesen wird ausgelöst durch Staub, Zigaretten- oder Parfümgeruch, überhaupt durch starke Gerüche. Morgens im Bett und nach dem Aufstehen niest sie besonders viel.

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Sie hat ein Jucken in der Nase, am harten Gaumen und in den Augen. Wenn sie einen Apfel isst, jucken die Augen wie verrückt und sie muß niesen, deswegen isst sie jetzt keine Äpfel mehr.

Sie wird dann irgendwann richtig aggressiv, wenn es so juckt, seit ca. 10 Tagen ist sie überhaupt mehr gereizt.

Ich gebe Frau Hellweg ein Kügelchen pur, sie soll es bei Bedarf weiternehmen.

Alle Symptome verschwinden innerhalb von zwei Tagen vollständig und dauerhaft.


Frau Löben, 34 Jahre: Menstruationsbeschwerden

Frau Löben hat eine sehr lange (7 Tage) und zu starke Menstruation, am 2. und 3. Tag der Regel braucht sie alle zwei Stunden eine Einlage. Mindestens einen Tag vor der Regel hat Frau Löben Übelkeit, Bauch- und Kopfweh.

Außerdem leidet sie an einem gelb-grünen, schleimigen Ausfluss.

Ich gebe ihr Sepia* C200. Zwischendurch erhält sie akut ein anderes Mittel (Pulsatilla*) gegen ihren Heuschnupfen, den sie jedes Jahr bekommt und der in wenigen Tagen verschwindet. Die Menstruation normalisiert sich, der Ausfluss verschwindet.


Jutta, 18 Jahre: Ausbleibende Menses, Kopfschmerzen, rezidivierende Angina

Jutta hat ihre Menses mit 15 Jahren nicht bekommen. Deswegen nimmt sie seit 1 Jahr die Antibaby-Pille, die alle 4 Wochen eine Abbruchblutung erzeugt. Als sie die Pille schließlich absetzt, bleibt die Regel wieder vollständig aus. Seit ihre Regel wegbleibt, hat sie ständig starke Kopfschmerzen. Außerdem hat Jutta immer wieder eine Halsentzündung.

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Ich gebe ihr mehrere homöopathische Arzneimittel (erst Sepia*, dann Natrium muriaticum* Q6, Q9 und Q18). Die Kopfschmerzen verschwinden. Keine Infekte mehr, keine Halsschmerzen.

Die Regel kommt wieder, erst zu spät (nach 5 Wochen), dann erscheint sie alle 3 Wochen, also zu früh. Ich wechsele das Mittel und Jutta bekommt Phosphorus* C200, wonach sich die Regel wieder normalisiert.


Frau Schäfer, 47 Jahre: Hitzewallungen, Wechseljahrsbeschwerden, Depression

Im Oktober 2004 kommt Frau Schäfer. Sie hat Wechseljahresbeschwerden und Depressionen. Die Hitzewallungen steigen ihr vom Rücken hoch, bis sie am ganzen Oberkörper heiß und verschwitzt ist. Ihr Gesicht ist dann rot und heiß. Nachts muß sie sich mehrmals auf- und zudecken. Tagsüber hat sie einmal pro Stunde eine solche Hitzewallung, obwohl sie schon Monate lang Hormone (Östrogen) nimmt.

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Frau Schäfer fühlt sich so deprimiert. Sie hat keine Lebensfreude mehr, alles erscheint ihr sinnlos. Oft ist ihr schwer ums Herz und sie muß einfach weinen. Ihre Traurigkeit ist in den letzten Jahren und mit den Hitzewallungen schlimmer geworden.

Frau Schäfer hat auch Schlafstörungen. Sie schläft abends schlecht ein und wacht nachts mehrmals auf, morgens fühlt sie sich immer wie gerädert. Durch ihre Arbeit schleppt sie sich tagsüber nur so durch.

Ich gebe Frau Schäfer Phosphorus*. Die Hitzewallungen verschwinden innerhalb von vier Wochen ganz und kommen nicht mehr wieder. Auch ihr Schlaf ist wieder so wie sie es von früher kennt. Das ist eine große Entlastung für ihren Alltag. Aber für Frau Schäfer ist das Allerwichtigste: Sie hat wieder richtig Freude am Leben und fühlt sich super. Sie hat mit Yoga angefangen und 5 Kg abgenommen, ohne sich dafür anzustrengen.
Die positive Wirkung auf den weiblichen Hormonhaushalt ist eine besondere Stärke der Homöopathie: Menstruationsbeschwerden, Ausfluss, unerfüllter Kinderwunsch, häufige Fehlgeburten, Schwangerschaftsbeschwerden, Gebärmutter- und Eierstockprobleme (Myome, Zysten) und vieles mehr können durch Homöopathie ausgezeichnet behandelt werden.


Herr Bellheim, 44 Jahre: Schlafstörung, Gedankenstörung

Herr Bellheim wacht oft nachts auf und kann dann für 2 oder 3 Stunden nicht wieder einschlafen. Wenn er sehr spät ins Bett geht, kann er manchmal durchschlafen, fühlt sich aber müde am Tag. Wenn er aber früh ins Bett geht, wacht er oft auf und macht sich wegen unwichtigen Dingen Gedanken. Er hat dann ständig Gedanken und kommt z.B. wegen einer Kleinigkeit nicht zur Ruhe.

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Meist beschäftigt sich Herr Bellheim mit einem Thema, das ihm ständig durch den Kopf geht.

Manchmal kann er um 5 Uhr wieder einschlafen, aber um 6 Uhr muß er wieder aufstehen und zur Arbeit gehen. Er ist nachts auch extrem geräuschempfindlich und schreckhaft.

Im Moment gibt es auch Probleme in der Familie mit einem der Kinder, die ihn beschäftigen.

Ich gebe Herrn Bellheim ein homöopathisches Arzneimittel. Seine Stimmung wird besser und bei der nächsten Konsultation hebt er hervor, dass er auch tagsüber in letzter Zeit schreckhaft sei z.B. bei plötzlichen Geräuschen und dass er wenig Freude am Leben habe.

Er bekommt ein neues Arzneimittel (Natrium muriaticum* Q18). Daraufhin wird Herr Bellheim ruhiger, ist nicht mehr so ungeduldig und auch der Schlaf wird besser. Die extreme Geräuschempfindlichkeit und das Schreckhafte sind weg.


Katharina Rinschler, 55 Jahre: Erhöhter Blutdruck (Hypertonie)

Frau Rinschler kommt mit einem deutlich erhöhten Blutdruck, z. T. mit Herzklopfen und Unruhe. Da sie sonst praktisch keine Symptome hat, beziehe ich markante, frühere Symptome in die Mittelwahl mit ein: Ihre Gereiztheit, die sich vor den Menses verschlimmert, eine Abneigung gegen Kaffee, Heißhunger, die Besserung des Blutdrucks durch starke Bewegung. Ich gebe ihr zuerst Lycopodium*, dann Natrium muriaticum*. Der Blutdruck ist jetzt wunderbar eingestellt. Auch den Betablocker hat Frau Rinschler schon monatelange abgesetzt.


Sophia Renschmann, 53 Jahre: Erhöhter Blutdruck

Frau Renschmann kam im Jahr 2010 zunächst mit einem massiven Unterbauchtumor in meine Behandlung. Ich hatte sie nach kurzer Anfangsbehandlung ins Krankenhaus eingewiesen. Dort wurde ein gutartiger Tumor (eine massiv vergrößerte Blasenmole) operativ entfernt. Nach dem Krankenhausaufenthalt stand vor allem ihr stark erhöhter Blutdruck im Vordergrund; dieser ging z. T. mit Herzklopfen und Unruhe einher.

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Da Frau Renschmann keine weiteren krankhaften bzw. störenden Symptome hatte, habe ich bei ihr markante frühere Symptome in die homöopathische Arzneiwahl miteinbezogen: Gereiztheit < vor den Menses, Heißhungerattacken, Besserung des Blutdruckes durch starke Bewegung, Abneigung gegen Kaffee. Nach Gabe von Lycopodium* in Q-Potenzen und zuletzt Natrium muriaticum* als Einzelgabe ist der Blutdruck jetzt nach wenigen Monaten Behandlung wunderbar eingestellt. Auch den Betablocker hat Frau Renschmann seither dauerhaft abgesetzt.


* Homöopathische Arzneien werden individuell verschrieben und sind nicht auf andere Krankheitsfälle übertragbar.

Alle Namen im Text wurden geändert.

Abkürzungen:  < = Verschlimmerung,  > = Besserung

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