Frauen

woman-1030920_1280

Frau Löben, 34 Jahre: Menstruationsbeschwerden

Frau Löben hat eine sehr lange (7 Tage) und zu starke Menstruation, am 2. und 3. Tag der Regel braucht sie alle zwei Stunden eine Einlage. Mindestens einen Tag vor der Regel hat Frau Löben Übelkeit, Bauch- und Kopfweh.
Außerdem leidet sie an einem gelb-grünen, schleimigen Ausfluss.

weiterlesen

Ich gebe ihr ein homöopathisches Heilmittel (Sepia*). Zwischendurch erhält sie akut ein Mittel (Pulsatilla*) gegen ihren Heuschnupfen, den sie jedes Jahr bekommt und der in wenigen Tagen verschwindet.
Die Menstruation wird weniger stark, der Ausfluss verschwindet.


34-jährige Patientin: Schwangerschaftsübelkeit

Veronika ist schwanger in der 9. Woche und hat seit Beginn der Schwangerschaft starke Übelkeit. Sie ist auch sehr geruchsempfindlich.
Ich gebe eine homöopathische Hochpotenz.
Keinerlei Besserung.
Ich bitte sie, sich genauer zu beobachten.

weiterlesen

Veronika erzählt mir darauf, sie riecht alles ganz intensiv, sei es z. B. Öl, Holz, oder Plastik. Diese Gerüche verursachen Würgereiz. Auch sonst hat sie manchmal ein Würgegefühl, es kommt ihr hoch, sie ist immer kurz vor dem Erbrechen, hat Speichelfluss und ein Völlegefühl. Sie hat das Bedürfnis, sich hinzulegen. Verstopfung im Wechsel mit weichem Stuhl.
Ein Kügelchen pur, dann in Wasser aufgelöst.
Am nächsten Tag ist die Übelkeit ca. 50 % besser, gleichzeitig deutlich weniger geruchsempfindlich. Weniger Speichelfluss, kein Völlegefühl mehr. In den folgenden Wochen weitere Besserung und schließlich Verschwinden der Übelkeit.


K1600_2 Claudia 2003

Frau Schäfer, 47 Jahre: Hitzewallungen, Wechseljahrsbeschwerden, Depression

Im Oktober 2004 kommt Frau Schäfer. Sie hat Wechseljahresbeschwerden und Depressionen. Die Hitzewallungen steigen ihr vom Rücken hoch, bis sie am ganzen Oberkörper heiß und verschwitzt ist. Ihr Gesicht ist dann rot und heiß. Nachts muß sie sich mehrmals auf- und zudecken. Tagsüber hat sie einmal pro Stunde eine solche Hitzewallung, obwohl sie schon Monate lang Hormone (Östrogen) nimmt.

weiterlesen

Frau Schäfer fühlt sich deprimiert. Sie hat keine Lebensfreude mehr, alles erscheint ihr sinnlos. Oft ist ihr schwer ums Herz und sie muß weinen. Ihre Traurigkeit ist in den letzten Jahren mit den Hitzewallungen schlimmer geworden. Außerdem hat sie Schlafstörungen, sie schläft abends schlecht ein und wacht nachts mehrmals auf. Morgens fühlt sie sich wie „gerädert“. Durch ihre Arbeit schleppt sie sich tagsüber nur so durch.
Ich gebe Frau Schäfer Phosphorus*. Die Hitzewallungen verschwinden innerhalb von vier Wochen ganz und kehren nicht wieder zurück. Auch ihr Schlaf ist wieder so wie sie es von früher kennt. Das ist eine große Entlastung für ihren Alltag. Aber für Frau Schäfer das Allerwichtigste: Sie hat wieder richtig Freude am Leben und fühlt sich super. Sie hat mit Yoga angefangen und 5 Kg abgenommen, ohne sich dafür anzustrengen.
Die Wirkung auf den weiblichen Hormonhaushalt ist eine besondere Stärke der Homöopathie: Menstruationsbeschwerden, unerfüllter Kinderwunsch, häufige Fehlgeburten, Gebärmutter- und Eierstockprobleme (Myome, Zysten) und Schwangerschaftsbeschwerden können durch Homöopathie sehr gut behandelt werden.


Frau Alberich, 27 Jahre: Kinderwunsch

Frau Alberich kam im Herbst 2007 wegen Kinderwunsch und wurde schwanger nach Gabe von Pulsatilla* C200. Vorher hatte ich ihr Natrium muriat.* Q6, Q9 und Q18 gegeben. Ich bin mir aber sicher, dass die Pulsatilla* (und nicht Nat-m.*) das entscheidende Mittel war, denn auch in der Schwangerschaft half das Mittel wieder eindeutig: Als sie sich bei mir meldete, hatte sie seit 6 Wochen immer ein unangenehmes und den Schlaf verhinderndes „Herzstolpern“ beim Liegen auf der linken Seite.

weiterlesen

Das Liegen auf der linken Seite war deswegen nicht mehr möglich, sie konnte nur auf dem Rücken schlafen. Außerdem hatte sie starke, z. T. panische Ängste, z.B. vor einer Ansteckung ihres Kindes; sie war hypochondrisch, hatte ein Ekzem mit Fissuren zwischen den Fingern. Sepia* C30 besserte zwar das Ekzem und die Ängste, aber die Herzsymptome blieben unverändert in Häufigkeit und Intensität.

Nach Repertorisation mit Bönninghausens Therapeutischen Taschenbuch (Rubriken: Herzklopfen, < Liegen, Seite links, Hypochondrie, Hautrisse/ Rhagaden, Finger – zwischen den Fingern) bekam sie erneut Pulsatilla* C200. Schon 3 Tage nach Puls.* hörte das Herzklopfen auf. Auch ihre Ängste sind deutlich weniger und ihre Stimmung wieder gut. Puls.* ist auch ein gutes Mittel zur Geburtsvorbereitung.


Frau Dinges, 73 Jahre: Craurosis vulvae

Frau Dinges kam am 10.07.07 wegen einer Craurosis vulvae mit starkem Juckreiz, der die Nachtruhe störte. Es juckte vor allem nachts. Bettwärme verschlimmerte, ein kalter Lappen linderte den Juckreiz. Reiben verschlechterte. Die Stelle selbst fühlte sich rauh an. Als Auslöser vermutete sie das Absetzen ihrer Hormontabletten.

Außerdem hatte sie seit 20 Jahren Asthma, sie nimmt regelmäßig zweimal täglich SymbicortR und BerodualR bei Bedarf.

weiterlesen

Oft Fremdkörpergefühl im Hals (Klumpen, Kloß). Bis zum letzten Winter hatte sie mehrmals im Jahr eine Sinusitis mit gelb-grüner Absonderung, seit einem Aufenthalt am Meer ist es besser. Am Meer geht es ihr immer wunderbar, was das Asthma betrifft. Allergien gegen Frühblüher. Sie hat Schwindel, < beim Aufstehen oder Hinlegen.

Im Klimakterium war sie sehr nervös, sehr gereizt, sie hatte ein Pulsieren im ganzen Körper.

Körperliche Bewegung und Anstrengung tut ihr immer sehr gut.

Untersuchungsbefund: Landkartenzunge.

 

Mittelwahl: Wegen der wenig arzneianzeigenden Symptomatik ihres Hauptproblems (Craurosis mit Juckreiz) beziehe ich auch frühere Symptome in die Mittelwahl mit ein. Ich beginne die Behandlung mit Sepia* Q3, und zwar wegen folgender Symptome: Jucken der Vagina < durch Bettwärme, > Meer, < Klimakterium, gelb-grüne Absonderungen, Rauheit der Haut, Kloßgefühl, Landkartenzunge, Infektanfälligkeit, Rektumfistel, Schwindel beim Aufstehen.

 

Verlauf: Frau Dinges bekommt Sepia* Q 3, 6 und 9, anschließend Sulfur* Q 4 und Q6. Der Juckreiz wird 50 % weniger, sie kann besser schlafen. Der Schwindel, das Kloßgefühl und die Infektanfälligkeit verschwinden. Aber sie sagt nach 3 Monaten, es sei „noch lange nicht gut“.

Zwischenzeitlich hat sie eine starke Erkältung, die mit Phosporus* rasch weggeht.

Wegen der erstaunlichen Hartnäckigkeit des Juckreizes vermute ich, dass die Kortison-Medikation eine endgültige Ausheilung verhindert. Deshalb setzte ich Symbiocort im Mai 2010 ausschleichend ab. Zeitgleich bekommt Frau Dinges wieder Sep.* in den aufsteigenden Potenzen Q4, Q5, Q6, Q7 und Q8. Im Juli hat sie zwischenzeitlich eine massive Verschlimmerung ihres Asthmas. Sie erzählt mir, sie habe einmal den Notarzt gerufen und Kortison bekommen. Beim nächsten Asthma-Anfall meldet sie sich bei mir mit deutlichen Symptomen von Arsenikum album* (Atemnot, Unruhe, weißer Auswurf usw.). Unter Ars.*  C200, über mehrere Tage aufgelöst gegeben, verschwindet die Spastik vollständig. Seither hat sie (auch ohne Kortison) keine Anzeichen von Asthma mehr! (immerhin hatte sie das Asthma seit 20 Jahren!). In ihrem Fall, aber nicht in jedem, hat das Kortison tatsächlich eine Heilung verhindert, was sehr eindrucksvoll zu beobachten war.

Schließlich konnten die Juckreizsymptome mit Sulfur* Q3 auf ein Minimum reduziert und die Behandlung beendet werden.


* Homöopathische Arzneien werden individuell verschrieben und sind nicht auf andere Krankheitsfälle übertragbar.

Alle Namen im Text wurden geändert.

Abkürzungen:  < = Verschlimmerung,  > = Besserung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Bitte vervollständigen Sie die Gleichung: *
Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.