Krebs & Tumoren

„Die Homöopathie ist eines der wenigen Spezialgebiete der Medizin, das keine Nachteile, sondern nur Vorteile mit sich bringt.“
Yehudi Menuhin

 

Herr Özmir, 39 Jahre: Hodenkrebs (Seminom)

Herr Özmir kommt am 18.10.2006 mit einem linksseitigen Hodenkrebs in meine Behandlung. Die klinische Diagnose eines erfahrenen, auf Hodentumore spezialisierten Urologen lautet ‚Semiom‘. Der Tumor ist 13mm lang und 7mm breit. Herr Özmir hatte vor 10 Jahren schon einmal ein Seminom im rechten Hoden gehabt; damals war der rechte Hoden entfernt worden. Der Urologe empfiehlt die Operation. Aber Herr Özmir möchte ggf. noch Kinder zeugen und kommt in meine Behandlung.

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Seine Symptome sind: Ziehender Schmerz im Bereich des Tumors. Wundheitsgefühl im Hoden, das entlang des Samenstranges zieht. Die Schmerzen kommen und gehen und sind schlimmer im Sitzen. Manchmal Druckgefühl im Bauch, das zum linken Hoden hin ausstrahlt. Wenn er den Hoden anhebt und damit entlastet, vermindert sich der Schmerz. Angst vor Krebs; in den letzten Jahren hat er oft daran gedacht, dass der Krebs wieder­kommen könnte.

Verlauf:  Ich gebe Herrn Özmir Lycopodium* und Conium* in verschiedenen C- und Q-Potenzen. Die Behandlung wird ergänzt durch Mittelgaben von Pulsatilla*, Sulfur*, Thuja* und Tuberkulinum* als Zwischenmittel. In Abständen von 3 bis 6 Monaten wird die Größe des Tumors mit Ultraschall kontrolliert. Während eines Behandlungszeitraums von 4 Jahren nimmt der Tumor successiv an Größe und Volumen ab. Der Urologe, der regelmäßige Ultraschallkontrollen macht, sagt bei einer dieser Untersuchungen: „Dieser Tumor verhält sich nicht so, wie er sich verhalten sollte.“

Heute treten nur noch sporadisch lokale Beschwerden auf. Bei der letzten Untersuchung im August 2010 war der Tumor nicht mehr erkennbar.


Sophia, 6 Monate: Angiomatöser Tumor nach Mehrfach-Impfung

Am 13.04.1999 bringen die Eltern die 6 Monate alte Sophia in meine Praxis. Sophia hat eine ausgedehnte Schwellung an der rechten Gesichtsseite bis unter den Kiefer. Dort befinden sich zwei Tumoren von jeweils 3 cm Durchmesser, der eine liegt neben der Parotis, der andere an den Kieferwinkeln. Außerdem hat sie eine Schwellung der Unterzungendrüse. Durch die starke Schwellung weicht die Zunge nach links ab. Sophia wird in der Universitäts­kinderklinik Tübingen untersucht, die Diagnose lautet: Mehrknotiger angiomatöser Tumor. Ein Lymphom kann nicht ausgeschlossen werden. Die Eltern lehnen eine Gewebeprobe ab.

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Die Vorgeschichte: Im Januar 1999 hatte Sophia ihre erste Fünffach-Impfung gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Polio und HIB bekommen. Eine Woche später trat eine knotenartige Schwellung an der rechten Wange und unter der Zunge auf, wenige Tage darauf bekam sie Ekzeme an den Wangen. Ende Februar erfolgte dann die zweite Fünffach-Impfung nach Impfplan. Zwei Tage später bekam Sophia ein Panaritium (Nagelbettentzündung) an beiden Großzehen; sie hatte einige Tage lang subfebrile Temperaturen. Die Tumoren an der Wange wuchsen weiter.
Sophia hat fast keine weiteren Symptome: Etwas Milchschorf; sie schwitzt schnell am Hinterkopf – beides Symptome, die schon vor den Tumoren bestanden. Die Panaritien sind in der Klinik äußerlich behandelt worden und verschwunden. Das Kind ist lebhaft, fröhlich und weint selten.

Verlauf: Ich beginne die Behandlung mit Thuja* C30, später C200. Die Drüsentumoren gehen mit Hilfe von Thuj.* innerhalb von 6 Wochen um 30 % zurück. Bei der Behandlung von Tumoren wechsele ich gerne auf ähnliche Mittel, statt lange bei dem selben Mittel zu bleiben, auch wenn ein Fall Fortschritte macht.

Ich gebe Sophia jetzt Calcium carbonicum* C30, Sulfur* C200 einmalig als Zwischenmittel, dann Calc.* C1000 mehrmals in vierwöchigem Abstand. Die Tumoren um das Ohr und am Kiefer und das Wangenekzem verschwinden vollständig und dauerhaft innerhalb von 4 Monaten.


Frau Seifert, 36 Jahre: Verdacht auf Brustkrebs

Im Februar 1998 kommt Frau Seifert in meine Sprechstunde. Sie hat in ihrer Brust einen Knoten und in der Achsel einen geschwollenen Lymphknoten. Vor vier Jahren hatte Frau Seifert schon einen Tumor (Fibroadenom) in der rechten Brust, der operativ entfernt wurde. In der Röntgenaufnahme hat ihr Radiologe jetzt wieder den Verdacht auf einen bösartigen Tumor gestellt. Der Knoten in der Achsel ist groß wie eine Haselnuß. Frau Seifert spürt dort einen beißenden Schmerz. Sie hat den Knoten schon vor einigen Monaten getastet und macht sich große Sorgen. Eine Gewebeprobe will sie nicht machen lassen.

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Seit drei Jahren fühlt sie sich traurig. Sie fühlt sich sehr erschöpft und schwitzt leicht.

Ich gebe Frau Seifert täglich eine homöopathische Arznei in Tropfen, Conium maculatum*, und einmal pro Woche Thuja occidentale*.

Bei der nächsten Untersuchung vier Wochen später ist der Knoten in der Achsel kleiner, der Brustknoten noch unverändert. Frau Seifert ist nicht mehr so erschöpft und nicht mehr traurig, ein gutes Zeichen. Einen Monat später ist ihr Brustknoten weniger druckempfindlich und weicher geworden. Ich gebe ihr die Arznei Sepia*. Weitere drei Monate später sind der Brustknoten und der Knoten in der Achselhöhle vollständig verschwunden! Frau Seifert ist überglücklich darüber, eine Gewebeprobe ist nicht mehr nötig.


Frau Clemens, 33 Jahre: Knoten in der Brust

Im September 1997 behandelte ich eine 33-jährige Patientin wegen eines haselnußgroßen, harten Knotens in der rechten Brust. Der Knoten hatte sich zwei Wochen nach einer Kürettage infolge einer Fehlgeburt im 4. Monat gebildet. Zeitweise stechende Schmerzen im Bereich des Knotens, schlimmer nach Druck; Fremdkörpergefühl. In den letzten Wochen zunehmende Angst vor Krebs und Lebensüberdruß.

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Die Familienanamnese ergab, daß ihr Vater an einem metastasierenden Colon-Ca litt, ihre Mutter als Kleinkind eine lebensgefährliche Tuberkulose durchgemacht hatte und der Vater des Vaters mit 38 Jahren an Tuberkulose verstorben war. Die Patientin selbst hatte als Kind alle seinerzeit gängigen Impfungen erhalten, wobei die Pockenimpfung eine deutliche Narbe hinterließ. Im Alter von 19 Jahren war eine Dermoid-Zyste des linken Ovars entfernt worden. Dysmenorrhoe. Kleine, gestielte Warzen am Körper. Seit ca. zwei Jahren drei Stechwarzen an den Fußsohlen; die größere davon macht Beschwerden beim Gehen. Diese Warzen waren unter der homöopathischen Behandlung eines Kollegen nicht verschwunden. Trockene, rissige Mundwinkel. Auf eine mammographische Abklärung des Knotens wurde bewußt verzichtet, um die Angst der Patientin nicht zu vergrößern.

Ich gab Frau Clemens eine Gabe Thuja* C30. Der Knoten verschwand zunächst, war dann vier Wochen später wieder minimal tastbar. Die große Stechwarze begann sich abzulösen, blieb in diesem Stadium jedoch stehen, als der Vater der Patientin im Oktober 97 verstarb. Neben einigen Zwischenmitteln aufgrund akuter Zustände (Phos*., Rhus-t.*, Bell.*) erhielt die Patientin bis zum vollständigen Verschwinden des Knotens Thuja* C200 und Silicea* C200.


Herr Adam, 67 Jahre: Blasenkrebs, Schuppenflechte

Herr Adam hat einen Blasentumor, der bis in die Blasenmuskulatur infiltriert und daher operativ nicht vollständig entfernt werden konnte.
Den Beginn der Krebserkrankung hatte er kaum bemerkt: Er hatte blutigen Urin und sonst keine weiteren Beschwerden.

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Herr Adam fühlt sich im Moment gut. Etwas Brennen am Ende des Wasserlassens, muß häufig auf die Toilette. Seit 8 Wochen hat er eine Schuppenflechte am linken Arm. Er hatte früher Hautausschläge und Warzen, die konventionell behandelt wurden. Krebsneigung in der Familie: Sein Vater hatte Magenkrebs, seine Mutter Brustkrebs.
Hämorrhoiden. Bis vor 3 Monaten hatte er 3 Jahre lang Verstopfung. Er hat eine große Zyste an der rechten Niere. Schwitzt seit einigen Jahren nachts am Oberkörper und Kopf. Knöchelödem beidseits. Gereizt, ernst, zurückhaltend.

Weitere Diagnosen: Diabetes mellitus, arterielle Hypertonie.
Ich gebe Herrn Adam Carcinosinum* C200 alle zwei Wochen und Sepia* Q1-Tropfen täglich.
Ein Monat später: Die Schuppenflechte-Herde gehen zurück. Keine Blasenbeschwerden, keine nächtlichen Schweiße mehr.
Es wird ein Nachoperation und ggf. komplette Entfernung der Blase geplant.
Bei der Nachoperation 4 Wochen später zeigt sich, dass sich der Tumor unter der homöopathischen Behandlung (ohne weitere schulmedizinische Maßnahmen) verkleinert hatte und vollständig ohne Entfernung der Blase entfernt werden konnte.
Die Schuppenflechte ist fast weg, kein Schwitzen mehr, bessere Stimmung, das Knöchelödem ist zurückgegangen.
Ich geben Sepia* Q3 und weiter alle 14 Tage Carcinosinum C200.
Einen Monat später ist die Schuppenflechte vollständig verschwunden. Keine Gereiztheit mehr.
Es geht ihm blendend, geistig und körperlich sehr gut. Die Nachuntersuchung vor zwei Monaten (Blasenspiegelung) war ohne Befund.


* Homöopathische Arzneien werden individuell verschrieben und sind nicht auf andere Krankheitsfälle übertragbar.

Alle Namen im Text wurden geändert.

Abkürzungen:  < = Verschlimmerung,  > = Besserung

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