Geschichte der Homöopathie

Homöopathie ist das Lebenswerk des Arztes Samuel Hahnemann (1755-1843), der, unzufrieden mit der Medizin seiner Zeit, nach einer besseren und zuverlässigen Heilmethode suchte. Hahnemann erwarb große Kenntnisse als Chemiker, Apotheker und Hygieniker. Er führte jahrzehntelang chemische Versuche durch, veröffentlichte wissenschaftliche Abhandlungen und übersetzte zahlreiche medizinische Schriften aus dem Englischen, Französischen und Italienischen. Dadurch erwarb er sich eine ausgezeichnete Kenntnis der gesamten zeitgenössischen Arzneimittel­lehre und Medizin. Außerdem gilt Hahnemann als einer der bedeutensten Begründer sozialer Hygiene und Gesundheitsförderung.

Der entscheidende Verdienst Hahnemanns ist die Formulierung eines grundlegenden Heilprinzips: Similia similibus curentur: Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt. Die hieraus entwickelte Heilmethode, die er 1796 der Öffentlichkeit vorstellte, nannte er Homöopathie, aus dem Griechischen omoion pathein: ähnliches Leiden. Homöopathische Ärzte nach ihm entwickelten und verbesserten seine Methode kontinuierlich bis heute weiter. Besonders bedeutsam war eine Gruppe von Ärzten, die nach Amerika auswanderte. Diese Homöopathen, Hering, Lippe, Dunham, Wesselhöft und andere, behandelten zum Teil schwerste Krankheitsbilder und dokumentierten ihre Behandlungen genau.

Homöopathie wird in über 100 Ländern praktiziert, in Europa, Nord- und Südamerika, Australien und Indien. Weltweit arbeiten etwa 500.000 Ärzte homöopathisch.

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